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Posted 29. September 2013 by Katharina Görlitz in blog
 
 

Dr. Müller über WIESN, Alkohol & Haut

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Die WIESN is a Gaudi, aber nachdem wir mal die ein’ oder andere Maß über den Durst trinken, sehen wir am nächsten Tag im Spiegel ziemlich mitgenommen aus. Es ist ja bekannt, dass übermäßiger Alkoholgenuss unsere inneren Organe schädigen kann, aber wie ist das eigentlich mit unserem größten sichtbaren Organ – unserer Haut!?

In einem Interview klärt Münchener Hautfacharzt Dr. Daniel Müller auf!

Fachhautarzt Dr. Daniel MüllerPhänomen roter Kopf: Einige Leute bekommen einen „roten Kopf“, wenn sie zu viel getrunken haben. Woher kommt das denn?
Alkohol erweitert die peripheren Blutgefäße. Das sind die feinen Adern, die die Haut durchziehen. Dadurch wirken manche Gesichter rot, nachdem Alkohol konsumiert wurde. Schlägt man aber nur mal ab und zu über die Stränge, normalisieren sich die Gefäße wieder und die Gesichtshaut nimmt wieder ihre normale Farbe an.

Alkohol und Pickel. Beeinflusst exzessiver Alkoholgenuss denn neben der Farbe auch unser Hautbild?
Ja, das ist sogar ganz logisch, denn Ethanol, das im Alkohol enthalten ist, fördert unsere Talgproduktion. Und die Folgen einer vermehrten Talgproduktion sind Mitesser, Pickel durch Porenverstopfung und ein insgesamt grobporigeres Hautbild. Zusätzlich entzieht Alkohol den Hautzellen Wasser, was die Hautalterung beschleunigt.

Wiesngrippe & Co. Warum ist man gerade während der WIESN-Zeit anfälliger für Erkältungen, Grippe und Herpes!?
Alkohol schwächt unser Immunsystem direkt, er behindert aber auch die Aufnahme von Nähr- und Vitalstoffen über den Darm in unseren Körper! Hierzu gehören die sogenannten Hautschutzvitamine A und C sowie Zink, aber auch Vitamin B1, B3, B6, B12, D, Folsäure, Betakarotin, Biotin, Kupfer, Eisen, Selen und Magnesium. Das äußert sich auch äußerlich auf der Haut: Durch einen solchen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, bekommt unsere Haut schnell einen schlafferen Tonus, wirkt fahl und Falten bilden sich schneller.

Expertenhauttipps. Und was sind die praktischen Tipps vom Fachmann für schöne Haut – auch während und nach der WIESN!?

  • Neben den WIESN-Schmankerln und bereits davor schon an eine nährstoff- und vitaminreiche Ernährung denken und ruhig auch mal „Vitaminbomben“, z. B. in Form von Obst und Gemüse, zu uns nehmen, um die körpereigenen Abwehrkräfte vorab genügend zu stärken!
  • Die Hautschutzfunktionen durch  regelmäßige gute Pflege (Feuchtigkeit, Rückfettung etc.) unterstützen, die natürlich auf das eigene Hautbild abgestimmt sein sollte!
  • Eigentlich ist es doch ganz einfach: die WIESN genießen, ein bisschen was für sich tun und sein persönliches Limit kennen, damit man in der schönen Tracht nicht „alt“ ausschaut und die Haut gesund bleibt!

Dr. med. Daniel S. Müller ist Hautfacharzt, lebt und arbeitet in München und steht für eine moderne ganzheitliche ästhetische Dermatologie – und selbstverständlich ist er auch ein großer WIESN-Fan!

Vielen Dank für das Interview!


Katharina Görlitz

 
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